Port Elizabeth: Addo, Summerstrand und die Gastfreundschaft

Wir kamen gegen drei Uhr nachmittags an und die Kinder könnten glücklicherweise gleich in den Pool springen. Barry und Cheryl sind Südafrikaner, die wir im Rahmen von Marcs Auslandspraktikum kennen gelernt hatten, vor 14 Jahren. Sie sind sehr herzlich und gastfreundlich und hatten Marc damals drei Monate bei sich wohnen lassen während des Praktikums. Als ich ihn damals für zehn Tage besuchte waren wir uns gleich sympathisch und der Kontakt hat nun tatsächlich 14 Jahre überlebt. Wir fühlten uns gleich wieder wohl bei ihnen. Die Kinder genossen die zwei Hunde und erlebten die zwei süßen, aber kratzigen Katzen. Und sie bekamen kaum genug vom Pool. Samstag entspannten wir den Rest des Tages und erzählten viel mit Barry und Cheryl.
Sonntag standen wir normal früh auf, da wir in den Addo Elephant National Park fahren wollten und die wilden Tiere am besten vor der Mittagshitze zu sehen sind. Bisher haben wir viel Glück mit dem Wetter,  es ist sonnig und warm. Morgens und abends wird es schon frischer und etwas feucht, aber das ist sehr angenehm.
Nach einem leckeren Frühstück starteten wir die Fahrt zum Addo Elephant Park, den man als Selbstfahrer durchqueren kann. In dem Park leben Elefanten, Büffel, Zebras, Antilopen, aber auch Leoparden und Löwen. Und ganz viele kleinere Tiere. Es ist erlaubt an bestimmten Stellen auszusteigen, jedoch immer auf eigene Gefahr. Die 'Hauptstraße' ist gepflastert, die Nebenwege sandig.  Es ist ein tolles Abenteuer, weil man im eigenen Auto durch die Wildnis fährt und, wenn man Glück hat, Tiere direkt am Auto entlanglaufen sieht. So lief eine Elefantenkuh in Armeslänge an uns vorbei - ein Moment, in dem selbst die Kinder den Atem anhielten und mucksmäuschenstill waren. Wir sahen außerdem eine Büffelherde am Wasserloch, viele Zebras und auch eine Gruppe Erdmännchen in etwas Entfernung.
Nach zwei Stunden waren die Kinder ausgereizt und müde. Wir schlugen den Heimweg an - auch wenn ja eigentlich noch soo viel zu sehen gewesen wäre. Aber mit Kindern zu reisen heißt halt manchmal einfach das  Besichtigungsprogramm radikal zu reduzieren, damit es für alle ein angenehmes und erträgliches Erlebnis bleibt.
Wir fuhren direkt nach Port Elizabeth an den Stadtstrand Summerstrand. Hier konnten die Kinder entspannen und in den Wellen spielen, ich besorgte eine Pizza für sie und Papa könnte ein Schläfchen am Strand halten. Um vier brachen wir auf, tranken noch einen Sundowner in der Abendsonne und fuhren dann 'heim'.  Die Kinder sprangen gleich nochmal  in den Pool, bevor gegen sechs auch schon die Sonne unterging. Die Tage sind hier viel kürzer.
Abends konnten die Kinder noch den Animal Channel schauen, der auch in Englisch verständlich für sie ist. Um neun waren sie müde und gingen freiwillig ins Bett. Wir erzählten noch ein bisschen mit Barry und Cheryl, waren aber gegen elf auch so müde, dass wir uns verabschiedeten.
Das Gute an Südafrika ist, dass man überhaupt keinen Jetlag hat. Und dass Englisch gesprochen wird. Naja, und das Wetter ist wirklich toll, einfach etwas wärmer als bei uns zuhause. Die Straßen sind gut ausgeschildert und man findet sich gut zurecht. Und bisher haben wir keine Gefahr gespürt.

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